Neuntklässlerinnen erkundeten das Klostergut Plankstetten

Zugriffe: 4919

Im letzten Jahr ihres Erdkundeunterrichts vertiefen die Schülerinnen der 9. Klassen ausgehend von Deutschland ihre geographischen Kenntnisse und Fertigkeiten anhand von Themen aus der physischen Geographie und Anthropogeographie. Die Notwendigkeit und Ziele nachhaltiger Entwicklung verdeutlichen sich die Schülerinnen exemplarisch an geeigneten Inhalten, wie beispielsweise anhand des Themengebiets „Ernährung“. Welche Bedeutung steckt eigentlich hinter den Bezeichnungen „konventionelle“ und „ökologische Landwirtschaft“? Ist alles „Bio“, wo „Bio“ drauf steht? Wie sind ökologische Konzepte, ökologischer Landbau mit dem Wirtschaften der Unternehmen zu vereinbaren? Um Antworten aus erster Hand zu bekommen, fuhren die Schülerinnen der Klassen 9b und 9e im Rahmen einer Erdkundeexkursion in die Benediktinerabtei Plankstetten.
Von Apfelanbau über Rosenzucht bis Ziegenhof – das Kloster Plankstetten wirtschaftet nach ökologischen Richtlinien und wurde nicht zuletzt deshalb vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu einem Demonstrationsbetrieb ernannt. In den vergangenen Jahren hat die Abtei den Weg ökologischen Wirkens konsequent beschritten und durch ihr vorbildhaftes regionales Konzept eine überregionale Bedeutung gewonnen. Bepackt mit Fragekatalogen und Plakaten wendeten die Schülerinnen durch Beobachten, Befragen und Untersuchen „vor Ort“ die erlernten geographischen Arbeitstechniken der letzten fünf Schuljahre an und erkannten schnell den Unterschied zwischen konventioneller und natürlicher Landwirtschaft, denn die Landwirtschaft des Klosters wurde 1994 komplett auf organisch-biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Schnell gerieten zahlreiche Schülerinnen ins Schwärmen, als sie die Mutterkühe, die Schweine und Ziegen des Biohofs sahen. Die erzeugten Urprodukte der Landwirtschaft des Klosters werden überwiegend in den eigenen Betrieben abgesetzt beziehungsweise abgenommen. So wird alles Mastvieh in der Klostermetzgerei geschlachtet, verarbeitet und im Hofladen verkauft, wo die Mädchen selbst nach der Führung einkauften. Ein gemeinsames Mittagessen in der Klosterschenke rundete die erlebnis- und erkenntnisreiche Erdkundexkursion ab.  (S.Özdemir)