Verlegung von Stolpersteinen in Neumarkt

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Am 13. Oktober 2017 besuchten zwei Schüler des Ostendorfer Gymnasiums im Rahmen des P-Seminars Geschichte drei zehnte Klassen der Mädchenrealschule. Durch das Projekt „Nie wieder, wider das Vergessen“ sollte auf die Verlegung von Stolpersteinen für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen der NS-Zeit aus Neumarkt am 16. Oktober 2017 in der Neumarkter Innenstadt aufmerksam gemacht werden.

Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung der beiden Referenten informierten diese die Schülerinnen der MRS über bisherige Projekte und Veranstaltungen des P-Seminars für Geschichte: Neben einem Zeitzeugengespräch mit Prof. Dr. Alexander Fried fanden auch eine Autorenlesung zum Buch „Nebel im August“ und ein Gedenktag für die NS-Opfer in Neumarkt am Ostendorfer Gymnasium statt. Aktuell bereiten die 14 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars die Verlegung der Stolpersteine für die Familien Haas, Baruch und Löw vor.

Zu Beginn ihres Vortrages weckten die beiden Jugendlichen das Interesse der Zuhörerinnen, indem sie den Trailer des Filmes „Schindlers Liste“ abspielten, über die Judenverfolgung im Allgemeinen erzählten und zusammen mit den Zehntklässlerinnen der MRS allgemeine Begriffe rund um die NS-Zeit wie „Holocaust, Völkermord oder Arbeits- und Konzentrationslager“ klärten. Im Anschluss daran wurde über die NS-Zeit in Neumarkt konkret berichtet und Ernest Haas als einziger den Holocaust überlebender Jude Neumarkts vorgestellt. Alle anderen jüdischen Familien wurden ausgegrenzt, verfolgt und deportiert. Um an das Schicksal dieser Menschen zu erinnern, verlegte Gunter Demnig zusammen mit dem P-Seminar Geschichte und der Stolpersteininitiative Neumarkt am 16. Oktober 2017 in der Oberen Marktstraße vor dem letzten frei gewählten Wohnort der betroffenen Personen so genannte Stolpersteine. Dabei handelt es sich um Pflastersteine aus Messing, auf welchen der Name sowie das Geburts- und Sterbedatum (soweit es bekannt ist) eingearbeitet sind.

Die Schülerinnen und Schüler des Ostendorfer Gymnasiums motivierten zahlreiche Zehntklässlerinnen der MRS, an diesem Ereignis teilzunehmen.