Wenn das Museum in die Schule kommt

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"Museum im Koffer" nennt Dr. Tobias Hammerl, Leiter des Stadtmuseums in Abensberg, das Konzept, bei dem er Anschauungsgegenstände seiner Ausstellungen in die Schulen mitbringt. So bekamen Schülerinnen der 9. Klassen zahlreiche Originalgegenstände aus dem Ersten Weltkrieg präsentiert, die alle ihre eigene Gschichte zu erzählen hatten und den Schülerinnen einen lebendigen Eindruck vermittelten, was der Erste Weltkrieg vor allem für die vielen jungen Soldaten bedeutete. Der anfänglichen Kriegsbegeisterung folgte das Entsetzen der Grabenkämpfe und Materialschlachten des ersten "totalen" Kriegs. Alltagsgegenstände wie Aschenbecher und Bierkrüge, welche den Siegeswillen der Soldaten befeuern sollten, stellten deshalb einen Teil der mitgebrachten Dinge dar. Granaten, Grabenmesser, Gasmasken und ein durchschossener Helm machten dagegen deutlich, wie grausam der Alltag an der Front war.